MAT-Training - was ist das?

 

MAT steht für "Mentales Aktivierungs Training".

Um es noch einfacher auszudrücken, kann man es auch Gehirn-Jogging nennen.

Wozu also Gehirn-Jogging?

Sicher kennen auch Sie jemanden der schon einmal über sein schwaches Gedächtnis und Konzentrationsschwierigkeiten geklagt hat, sei es beim Merken von Telefonnummern oder einfach eines Termins. Gleichzeitig jedoch beklagen sich aber auch viele über die Informationsflut, die auf uns tagtäglich einstürmt, fühlen sich (einseitig) überfordert und gestresst. Andererseits wiederum weiß so mancher nicht, was er mit seiner Freizeit anfangen soll, langweilt sich, sitzt vor den Fernseher und unterfordert damit sein Gehirn.

Doch wer unternimmt eigentlich gezielt etwas, um seine geistige Fitness zu erhalten oder zu steigern?  

Mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit haben Dr. Siegfried Lehrl und Prof. Dr. B. Fischer nachgewiesen, dass durch regelmäßiges Gehirntraining
-Gehirn-Jogging- die geistige Leistungsfähigkeit in jedem, auch in höherem Lebensalter, erhalten bzw. zurückgewonnen werden kann.
Sie schafft die besten Voraussetzungen um schneller denken, leichter lernen und besser behalten zu können. Geistige Fitness wirkt sich auf alle Bereiche des Lebens positiv aus. Wer geistig fit ist, kann Probleme besser und schneller lösen, ist den Anforderungen des Alltags besser gewachsen, kann Kontakte zu anderen Menschen besser aufbauen und erhalten und vieles mehr. Bei allen Tätigkeiten des Menschen spielt geistige Fitness eine Rolle.
Und diese 10 Minuten Training am Tag kann eigentlich jeder in seinem Tagesplan unterbringen.

Gehirntraining ist die Gesamtheit aller Übungen, die wissenschaftlich belegt die  geistige Leistungsfähigkeit steigern.

Das Gehirn wird fit, indem man es nutzt. Es ist wie mit dem Körper auch: Was nicht benutzt wird, wird abgebaut und verkümmert. Gehirnjogging ist eine von Medizinern, Psychologen und Technikern entwickelte Methode, um das Gehirn fit zu machen. Es ist eine wissenschaftlich fundierte Methode, welche laufend hinterfragt, auf den Prüfstand gestellt und verbessert wird.


Ursprünglich war es dazu gedacht, Geist und Gedächtnis anzuregen, zu aktivieren, aus dem "Zustand der relativen Untätigkeit" herauszuheben. Mittlerweile gibt es jedoch auch Hinweise für eine beruhigende Wirkung des Gehirntrainings, die durch die Konzentration auf eine einzige Aufgabe entsteht. Gehirntraining kann also auch Stress abbauen. Es geht darum, ein optimales Aktivitätsniveau des Gehirns zu erreichen: Zu wenig schafft Langeweile und Abbau geistiger Fähigkeiten, und zuviel Stress und Blockierung in den Denkprozessen.

 

Wie mache ich mich geistig fit?  

Ganz einfach (obwohl es sich kompliziert anhört): Sie trainieren die vier Grundgrößen der Informationsverarbeitung 

die Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit,

das unmittelbare Behalten im Kurzspeicher,

die Gegenwartsdauer,

das mittelbare Behalten im Langspeicher.

Die gesamte Informationsverarbeitung findet im Kurzspeicher statt. Das ist der Teil des Gehirns, welcher Informationen kurze Zeit lang, gewöhnlich für etwa 5-6 Sekunden, speichern kann. Die Kapazität, also die Menge der Informationen, die gleichzeitig im Kurzspeicher sein kann, bestimmt sich aus dem Produkt der Informationsgeschwindigkeit und der Gegenwartsdauer.
Gerade diese Kapazität bestimmt zu einem Großteil, wie gut wir mit den Anforderungen des Alltags zurechtkommen, wie gut wir Informationen verarbeiten können, was wir ja tagein tagaus tun. Nicht nur bei der Arbeit, auch in der Freizeit, beim Lesen eines Buches, beim Einkaufen, also ganz allgemein gesagt: im Alltag. Sie bestimmt also auch, wie aktiv wir sein können. Wie gut wir das Leben meistern. Das Trainieren von Verarbeitungsgeschwindigkeit und Gegenwartsdauer hilft uns also in allen Lebenslagen.  

Um sich im Leben zurechtzufinden, ist es allerdings sehr oft auch nötig, sich Informationen für einen längeren Zeitraum behalten zu können. Deshalb ist es ebenso wichtig, den Langzeitspeicher zu trainieren.

Wie Sie dies richtig und effektiv trainieren, sozusagen die Anleitung dazu, bekommen Sie in Kursen über MAT.  Sie lernen die Zusammenhänge erkennen und erfahren, wie Sie die Übungen in Ihr tägliches Leben einbauen können, ohne sich täglich hinsetzen zu müssen, um mühsam zu lernen. 

Bei all dem bitte nicht vergessen: Eine gesunde Lebensführung, also z.B. genug Bewegung und Sport, gute Ernährung und besonders die Deckung
des Flüssigkeitsbedarfs des Körper spielen eine wichtige, nicht zu unterschätzende Rolle.  

Literaturhinweis: Einige interessante und auch günstige Bücher hierüber sind erschienen im Vless-Verlag.

 

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